Call to Action: Beispiele für Buttons, die geklickt werden
Unter deinem Angebot steht ein Button. Darauf: „Kontakt". Oder „Absenden". Oder „Mehr erfahren". Er ist gut sichtbar, farblich abgesetzt, und trotzdem klickt kaum jemand. Der Grund ist selten die Farbe. Der Button sagt nicht, was nach dem Klick passiert, und genau das fragt sich jeder Besucher, bevor er klickt.
Die Prüfung
Geh deine Seite von oben nach unten durch und prüf jeden Button:
- Steht darauf ein Verb, das beschreibt, was der Besucher bekommt?
- Weiß man, was nach dem Klick passiert? Ein Formular, ein Kalender, eine Zahlung, WhatsApp?
- Führen alle Buttons zum selben Ziel? Oder konkurrieren mehrere miteinander?
- Steht direkt darunter eine Zeile, die die größte Sorge nimmt?
- Kommt der Button nach dem Beleg und am Ende noch einmal vor?
Die Ursache
Buttons werden meist aus Sicht der Seite beschriftet. Das Formular wird abgesendet, also steht dort „Absenden". Der Besucher denkt aber anders: Was habe ich davon, und worauf lasse ich mich ein? Ein Klick ist eine kleine Zusage. Je unklarer sie ist, desto eher wird sie auf später verschoben, und später kommt selten.
Die Lösung
Ein Button, der geklickt wird, folgt einer einfachen Formel: Verb plus das, was man bekommt, bei Bedarf ergänzt um Preis oder Dauer. Darunter steht eine Zeile gegen die größte Sorge. Mehr braucht es nicht.
Beispiele vorher und nachher
- „Absenden" → „Ersteinschätzung anfordern"
- „Kontakt" → „Termin für das Erstgespräch wählen"
- „Mehr erfahren" → „Ablauf und Preise ansehen"
- „Anmelden" → „Checkliste per E-Mail bekommen"
- „Jetzt kaufen" → „Platz im Kurs sichern"
- „Buchen" → „20 Minuten kostenlos sprechen"
- „Hier klicken" → „Beispielseite ansehen"
Ein echtes Beispiel von dieser Seite: Der Button heißt „Hero-Check für 49 €", nicht „Jetzt bestellen". Wer klickt, weiß, was er bekommt und was es kostet. Wer noch zögert, findet darunter eine kostenlose Alternative.
Die Zeile unter dem Button
Eine Zeile direkt unter dem Button beantwortet die Frage, die im Moment des Klickens auftaucht. Zum Beispiel: „Kostenlos, 20 Minuten, kein Verkaufsgespräch." Oder: „Antwort innerhalb eines Werktags." Oder: „Du zahlst erst nach dem Termin." Diese Beispiele sind ausgedacht. Deine Zeile muss stimmen, sonst kostet sie mehr Vertrauen, als sie bringt.
Wie viele Buttons auf eine Seite gehören
Ein Ziel, bis zu drei Stellen: im Hero, nach dem Beleg und am Ende. Immer derselbe Text, immer dasselbe Ziel. Ein zweiter, deutlich leiserer Link für Unentschlossene ist in Ordnung. Zwei gleich laute Buttons mit verschiedenen Zielen sind es nicht, weil der Besucher dann entscheiden muss, und meist entscheidet er sich fürs Gehen. Wo die Stellen im Aufbau liegen, steht im Ratgeber Landingpage-Aufbau.
Häufige Fragen
Was ist ein Call to Action?
Der Handlungsaufruf auf einer Seite, meist ein Button, der dem Besucher sagt, was er als Nächstes tun soll.
Was soll auf einem Button stehen?
Ein Verb und das, was der Besucher bekommt, zum Beispiel „Termin wählen" oder „Checkliste anfordern". Nicht „Absenden", „Senden" oder „Mehr erfahren".
Wie viele Calls to Action gehören auf eine Seite?
Ein Ziel. Der Button darf an mehreren Stellen stehen, aber immer mit demselben Ziel.
Welche Farbe sollte der Button haben?
Eine, die sich von allem anderen auf der Seite abhebt. Wichtiger als die Farbe selbst ist, dass es der einzige Button in dieser Farbe ist.
Soll der Preis auf dem Button stehen?
Bei kleinen Beträgen oft ja, weil er die Frage „Was kostet das?" im Moment der Entscheidung beantwortet. Bei hohen Beträgen besser in der Zeile darüber oder darunter.
Du oder Sie auf dem Button?
So, wie du auf dem Rest der Seite sprichst. Ein Button, der plötzlich siezt, wirkt wie aus einer anderen Seite kopiert.
Die Abkürzung
Der wichtigste Button steht im Hero. Im Hero-Check gestalte ich Überschrift, Unterzeile und Button neu, mit Begründung, für 49 €.
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