Ratgeber

Website-Texte: was rein muss, damit Besucher verstehen, was du anbietest

Die Vorlage ist hübsch, das Design steht, und dann blinkt der Cursor im Feld „Hier steht deine Überschrift". Du schreibst etwas, löschst es, schreibst etwas anderes. Am Ende steht da „Willkommen auf meiner Website". Das liegt nicht daran, dass du nicht schreiben kannst. Es liegt daran, dass die Frage vor dem Satz noch nicht beantwortet ist.

Kurz gesagt

Website-Texte werden gut, wenn vorher feststeht, was du verkaufst, an wen und zu welchem Preis. Dann schreibst du in der Reihenfolge der Kundenfragen, nicht in der Reihenfolge der Vorlage.

Woran du Platzhalter-Texte erkennst

Lies deine Startseite und streich in Gedanken deinen Namen. Dann prüf:

Zweimal Ja bei den ersten drei Fragen heißt: Die Texte füllen Felder, aber sie verkaufen nicht.

Warum Vorlagen leere Texte erzeugen

Eine Vorlage gibt dir Abschnitte vor: Willkommen, Über mich, Leistungen, Kontakt. Das ist ein Inhaltsverzeichnis, keine Verkaufsseite. Wer diese Felder füllt, beantwortet Fragen, die der Besucher nicht gestellt hat, und lässt die offen, die er hat.

Dazu kommt: Schreiben fühlt sich an wie das eigentliche Problem. Ist es aber selten. Wer nicht weiß, was der eine Satz sagen soll, findet auch keine schöne Formulierung dafür.

Gute Texte entstehen nicht beim Schreiben, sondern vorher.

Was vor dem ersten Satz feststehen muss

  1. Für wen du arbeitest, und für wen nicht. Siehe Zielgruppe definieren.
  2. Was du verkaufst, in einem Satz. Siehe Angebot in einem Satz.
  3. Was es kostet. Siehe Preis auf der Website nennen.
  4. Was dein Kunde befürchtet. Die zwei, drei Einwände, die du im Gespräch immer wieder hörst. Jeder davon bekommt auf der Seite eine Antwort.

Steht das fest, schreiben sich die meisten Sätze fast von allein. Steht es nicht fest, hilft keine Formulierungshilfe.

Die Texte in der Reihenfolge der Kundenfragen

  1. Was bekomme ich? Überschrift: das Ergebnis, nicht deine Tätigkeit. Mehr dazu in Hero Section.
  2. Ist das für mich? Unterzeile und ein Abschnitt, in dem sich dein Kunde in seiner Lage wiedererkennt.
  3. Wie läuft das ab? Drei bis fünf Schritte, damit niemand raten muss.
  4. Warum du? Ein Beleg, eine Erfahrung, ein Beispiel. Kein Lebenslauf.
  5. Was kostet es, und was jetzt? Preis und ein Button, der sagt, was beim Klick passiert.

Den vollständigen Aufbau mit allen Abschnitten findest du im Ratgeber Landingpage-Aufbau.

Häufige Fragen

Wie schreibe ich gute Texte für meine Website?

Erst klären, was du verkaufst, an wen und zu welchem Preis. Dann die Texte in der Reihenfolge schreiben, in der dein Kunde Fragen hat: was, für wen, wie, was kostet es, was jetzt.

Was gehört zuerst auf die Startseite?

Ein Satz, der sagt, was der Besucher bei dir bekommt, eine Unterzeile, für wen das ist, und ein Button, der sagt, was beim Klick passiert.

Wie viel Text braucht eine Website?

So viel, wie dein Kunde Fragen hat, bevor er anfragt. Kurze Seiten, die eine Frage offen lassen, verkaufen schlechter als längere, die alle beantworten.

Kann ich Website-Texte mit einer Vorlage schreiben?

Eine Vorlage gibt dir die Abschnitte, aber nicht den Inhalt. Wer Platzhalter mit allgemeinen Sätzen füllt, bekommt eine Seite, die auch für jeden Mitbewerber stimmen würde.

Schreibst du auch die Texte für meine Website?

Ja, die Texte sind in jedem Paket dabei. Sie entstehen mit KI aus deinem Fragebogen, zugeschnitten auf dein Angebot. Du kannst sie jederzeit durch deine eigenen ersetzen. Willst du Texte, die genau nach dir klingen, buch Brand Voice dazu.

Fazit

Website-Texte scheitern am Angebot, nicht an der Sprache. Klär erst, was du sagst, dann wie. Wenn du das Was nicht allein klären willst: In Angebot schärfen machen wir es zu zweit. Für das Wie gibt es Brand Voice, eine Anleitung, wie deine Marke spricht.

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